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Geschichte des Vereins "Gelebte Nachhaltigkeit"
Eine Vision wird Realität

 

Im Juli 2008 …begann die Vision und quasi über Nacht kam der Begriff PERMAKULTUR in mein Leben … heute schreiben wir 2015 – und die Vision ist nun zum zweiten Mal Realität geworden…in Oberösterreich, in der Region Hausruck Nord.

Nachdem ich mehr als 20 Jahre als Psychotherapeutin und Trainerin im In- und Ausland tätig war, stand eine Veränderung an … und die hieß auf einmal: ökologischen Fußabdruck verringern (also mein Haus in der Wachau verkaufen und seit 2012 in einem Wohnwagen zu leben), Selbstversorger-Gärten anlegen, Naturkreisläufe wieder herstellen … Materialen wiederverwerten, die andere als Abfall entsorgen, etc.

Gesagt, getan … die 1. Ausbildung in Permakultur-Design absolvierte ich bis Dez 2008 in Österreich und legte sofort rund um mein Haus einen Selbstversorgergarten an nach den Prinzipien der Permakultur. Die 2. Ausbildung war im Okt. 2010 in Afrika (Tanzania) …eine unvergessliche Erfahrung, gemeinsam mit den Chagas ( Bauern aus der Region um den Kilimanjaro) die Methodik und Prinzipien der Permakultur in den Tropen nochmals zu erleben und praktisch umzusetzen;  3. Ausbildung mit Geoff Lawton (Australien), dem Nachfolger von Bill Millison, sowie eine Fachausbildung in Portugal für das „Bauen-von-Wasser-Retentions-Landschaften (um Hang- und Regenwasser zu verlangsamen, die Erosion zu stoppen – und die Landschaft in den natürlichen Öko-Kreislauf zu integrieren).

Design und Planung des Projekts sind neu überarbeitet und aufbereitet, um eine SoLaWi
(solidarische Landwirtschaft) in der Region aufzubauen.

SoLaWi steht für “gemeinschafts-gestütze Landwirtschaft” und ist für immer mehr KonsumentInnen die Antwort auf die Frage: “Woher kommen die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen und unter welchen Bedingungen werden diese hergestellt?” - dabei rücken Konsumierende und Produzierende näher zusammen und werden zu Partnern – gemeinsam anbauen, pflegen, ernten ...und je nach Bedarf vom Lager am Hof abholen. In der SoLaWi wird alles von allen gemeinsam getragen: Arbeit, Kosten, Erfolg und Risiko – wir können voneinander und miteinander Lernen – und vor allem: Leben, Lachen und Feiern !

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Gedanke von Harmonie, Nachhaltigkeit und gesunden Lebensräumen, die wir so dringend benötigen, wird auch in der Bauweise der einzelnen Wohneinheiten wiedergefunden: Ein Beispiel dafür hier auf diesem Plan (Bild oben):

Zur Erläuterung des Plans: hier sehen wir links ein Stallgebäude – ein runder Holzbau, für die verschiedenen Tiere von außen mit eigenem Eingang und die Stallungen wie „Tortenstücke“ eingeteilt. Rechts das Wohn- und Wirtschaftsgebäude – ebenfalls mit Lichtkuppel, aus Holz, Strohballen und Lehmverputz. Ursprünglich wollte ich eine Strohballen und Lehm verputzte Jurte aufstellen – nun wird es ein rundes Strohballenhaus.

Warum rund ? Der Idee liegt zugrunde,  harmonisches und gesundes Wohnklima zu schaffen – der Rundbau wird auch „heilige Geometrie“ genannt, die Dachneigung wie die Spitze der Pyramiden, nur erneuerbares Material verarbeitet – vor Ort oder aus der Region -  und erneuerbare Energie genutzt. Ob Strohballen-Jurte genannt oder Strohballenhaus …eine kostengünstige und gesunde Bauweise, die auch im kalten Klima wohlige Raumtemperatur schafft.

 

Im Herbst 2010 wurde der Verein „ Gelebte Nachhaltigkeit“ gegründet, für den ich als Obfrau mit einer Gruppe engagierter Menschen tätig bin.

Der Ethik der PERMAKULTUR folgend, die lautet:

„Sorge für die Erde“ … „Sorge für die Menschen und Tiere“ … „Faires Teilen von dem, was vorhanden ist“

Dies kann wie auf dem Bild gezeigt, zB. durch ein „Waldgarten-System“ aufgebaut werden  ( = viele verschiedene Sorten Gemüse, Obstbäume, Ahornbäume, Beerensträucher, Setschuan-Pfeffer, Lupinen, Kartoffeln, usw), welches in verschiedenen Wachstumsphasen und –höhen das ganze Jahr über reichlich ernten lässt … ein schmaler Graben am oberen Rand entlang dient der Bewässerung durch Hang- und Regenwasser. Der Aufbau in Schichten ( …. morsches Holz, Walderde, vermoderter Grasschnitt, Komposterde, Stroh) … und der flächendeckende grüne Wuchs, vermeiden das Austrocknen des Bodens … verschiedene Anbausysteme werden geschaffen…Naturkreisläufe werden hergestellt, durch das Verwenden von Material, das die Natur zur Verfügung stellt und in sich in der sorgsam ausgewählten Komposition sein eigenes System kreiert.

 

 

Auf dem hier sichtbaren Hang, als ein Getreidefeld angelegt, um im Herbst Winter-Roggen, Gerste und Quinoa anzubauen – in Synergie mit Obst- und Waldbäumen zu einem Agro-Forst aufgebaut.

Großteils wird pflugloser Ackerbau betrieben (ausser anfangs zur Bodenaufbereitung bei schwierigem Boden) – sonst wird eine Fräse zum Umwälzen der Grassode verwendet … dann wird die erste Gründüngung aufgetragen … zuvor wird erst mal mit der Sense gemäht … eine nützliche Art Sport zu betreiben und das Feld zu bestellen … denn hier wird Tai-Chi Sensen Mähen praktiziert (nach links u rechts beinahe schon tänzerische, harmonische Bewegungen)

Zeitweise – wenn größere Arbeiten anfallen – werden Leute oder Freunde eingeladen – sogenannte „wwoofer“ (we are welcome on organic farms) - eine weltweite friedliche Bewegung von Freiwilligen, die auf biologischen Höfen für freie Kost und Logis mithelfen. WWOOF bedeutet den Austausch zwischen Stadt und Land, Jung und Alt, verschiedenen Ländern, Sprachen und Kulturen.

Das faire Teilen und Tauschen ist im Projekt so vorgesehen, dass durch Mitwirkung und Aufbau einer selbst organisierten Nachbarschaftshilfe in der Region und im wirtschaftlichen Bereich mit einem sog. Barter-Ring (Tausch-Netzwerk) für regionale Betriebe über eine Zeitbank, Produkte und Dienstleistungen getauscht werden. Dies soll langfristig die zinsfreie und inflationssichere Finanzierung nachhaltiger sozialer oder ökologischer Projekte und die Weiterentwicklung ermöglichen.

PERMAKULTUR – in vieler Munde – vieler Ort schon praktiziert – ist eine Lebensphilosophie…die hier in diesem Projekt umgesetzt wird. 

Die Natur beobachten, planen und mit Expertise den Anbau umsetzen – so kann Dank der geschaffenen Synergien in ihrer Biodiversität  reichlich geerntet werden.

 



 


Permakultur als Design-System ist alt bekannt – jedoch teilweise vergessen. Es arrangiert das, was immer da war, so, damit es Energie speichert, oder um mehr Energie zu erzeugen, als es verbraucht. Was neu ist, dass jegliches System, welches mit Hausverstand geschaffen wird, für menschliche Gemeinschaften revolutionär ist.

 

Von der Natur präsentierte Formen werden zu Rankhilfen


   Wie der Kürbis im Apfelbaum

oder zu schützenden Plätzchen für warmes Mikroklima

  Wie das Baumscheibenbeet – hier schon bepflanzt – Kürbis, Bohnen und dergleichen ranken am Apfelbaum hoch und bilden untereinander eine natürliche Synergie.

 

Neu angelegtes Baumscheibenbeet mit Ziegelmauer als Sonnenfalle, Baumschnitt als Abgrenzung und Schutz gegen neugierige Rehe.
PERMAKULTUR heißt Gestalten … die Landschaft, den Wald … für dich nutzbar
machen …schonend und die Natur respektierend und Material aus der Natur schöpfen.
Hier einige Beispiele:

 Kraterbeet in OÖ-für eine 5-köpfige Familie ausreichend

  Mandala-Garten in OÖ – an dem ich mitwirkte

Shitake-Pilzzucht im eigenen Wald

Andere Pilzsorten – wie Braunkappe und Austernpilze – werden in Strohballen gezüchtet … eine genussvolle Ergänzung für „pilzlose Jahreszeiten“… so wie auch das Experiment

„Tomaten, Paprika & Co im Stroh“

 
…geerntet wird schon seit Anfang Juli.

 

Auch das nennt man „Design“ – wenn der Kürbis „gezähmt“ wird und ein Anlehngerüst bekommt…

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…mitten im kunterbunten Waldgarten …und andere Pflanzen haben wieder mehr Luft.


PERMAKULTUR heißt auch – beobachten, die Muster der Natur erkennen und in der praktischen Umsetzung sinnvoll nutzen:

Schönheiten ………..ohne Worte …

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PERMAKULTUR heißt auch, von Menschenhand geschaffene Designs und Formen :


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Beet ohne Erde                                                         Vertikale Gärten

                                                                                                       

 

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Blick durch die Lichtkuppel einer Jurte                        Insektenhotel

 

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Ziegel-Kräuterspirale                                                 Stein-Kräuterspirale

Bei allen Objekten wurde ausschließlich Material aus der Natur und solches verwendet, welches anderswo als Abfall oder Schutt galt.

Weitere Prinzipien der PERMAKULTUR – aus scheinbar nutzlosen Dingen beinahe schon Kunstwerke schaffen. 

PERMAKULTUR heißt auch … einen für unsere Zeiten und Bedürfnisse zukünftigen Lebensstil zu gestalten :

Der Begriff Permakultur wurde von den Australiern Bill Mollison und David Holmgren kreiert. Ursprünglich bezog er sich auf ein Planungskonzept für eine permanente Landwirtschaft, doch stellte Mollison fest, dass das Thema Ernährung uns alle betrifft. So steht die Permakultur jetzt für die Selbstversorgung von Stadt und Land. Jeder von uns ist dafür verantwortlich, einen Teil seiner Nahrung selbst zu produzieren. Und wenn der Anteil noch so gering ist. So wurde in den letzten Jahrzehnten, das ursprüngliche Planungssystem für viele Menschen rund um den Globus, zu einem Innbegriff für einen nachhaltigen, ökologischen und sozialen Lebensstil.

Bildung und Forschung schaffen Lösungen
Permakultur steht für die Bewahrung traditioneller Arbeitsweisen und Erforschung neuer, menschenfreundlicher Technologien.

Permakultur heisst auch, das Wasser in seiner Lebens spendenden Bedeutung hervorzuheben … denn Wasser = Leben (mehr dazu auf der Seite "Wasser").

Ein menschenwürdiges Leben für die heutigen und künftigen Generationen:

Die Permakultur schafft bewirtschaftete, ökologisch nachhaltige Systeme nach dem 7-Generationen-Gedanken. Die Grundlage dazu ist der Ausbau der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen und natürlichen Energieformen wie Sonne, Wind und Wasser.
Diese Grundideen und vieles mehr, was uns Menschen in der heutigen Zeit betrifft, werden im Projekt „ Gelebte Nachhaltigkeit“ in Workshops, Seminaren und Vorträgen weitergegeben. Aktuelle Angebote finden Sie auf der Seite Seminare, Workshops, Ausbildung.

Auch Einzelberatungen und individuelle Planung sind möglich:

Kontakt:

M: +43 (0) 699 15007540
T:  +43 (0) 7278 20371


 

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